Pezibear / pixabay.com

35 Bücher, unzählige Tools für Beratung und Coaching sowie jede Menge praxisnahe Blog-Artikel – bislang konnte man den Eindruck gewinnen, es gäbe nichts, was Svenja Hofert als eine der besten Coaches Deutschlands nicht schon gemacht hätte.

Falsch gedacht – denn Svenja Hofert ruft nun unter dem Hashtag #wassindstaerken zu ihrer ersten Blog-Parade auf.

In diesem Sinne – auf geht’s!

 

„Keiner kann alles – aber niemand kann nichts!“ Diese Aussage ist uralt, hat aber nichts von Ihrer Richtigkeit eingebüßt. Sich seiner Stärken und Schwächen bewusst zu sein, hilft Ihnen, genauer zu erkennen, welche Bereiche Ihre „Schokoladenseiten“ sind und welche nicht.

 

Moment: Stärken und Schwächen?

 

Nein: Stärken Sie Ihre Stärken!

 

Ihre Arbeits- und Lebenszeit ist zu kurz, um mit mühseliger, harter Arbeit aus Ihren Schwächen im Idealfall nur durchschnittliche Stärken zu machen.

Warum?

  • Der Zeit- und Energieaufwand für die konsequente Beseitigung von Defiziten ist unverhältnismäßig hoch, unter Umständen sogar völlig wirkungslos.
  • Gerichtet auf den Ausbau oder die Verfeinerung vorhandener Stärken entfalten die gleichen persönlichen Ressourcen viel größere Wirkung.
  • Statt Schwachpunkte mit zusammengebissenen Zähnen zu bekämpfen, stellen sich Fortschritte beim Ausbau von Stärken noch dazu mit Leichtigkeit und Freude ein.

Konzentrieren Sie sich also lieber auf Ihre Schokoladenseite! Denn was wir gut können geht uns leicht von der Hand – wir erledigen unsere Aufgaben beschwingter und mit besserer Laune. Wir bekommen positives Feedback und Anerkennung. Das sind wichtige Faktoren für psychische Stabilität und beruflichen Erfolg. Spielen Sie schon Ihre Stärken aus? Ein paar einfache Fragen helfen bei der Klärung: Mache ich aktuell im Berufsalltag überwiegend das, was

  • …mir leicht fällt?
  • …mir Spaß und Freude macht?
  • …ich am besten kann?
  • …von anderen mit Lob und Anerkennung gewürdigt wird?
  • …mir Erfüllung schenkt?
  • …ich sinnvoll finde?

Falls Sie überwiegend mit Ja geantwortet haben, dann scheinen Sie in einem Job zu arbeiten, in dem Sie Ihre Stärken ausleben können und der zu Ihnen passt. Falls Sie überwiegend mit Nein geantwortet haben sollten Sie nicht zögern, zu handeln. In beiden Fällen lesen Sie jetzt bitte weiter… 🙂 Bei der Entdeckung Ihrer Stärken und Schwächen gibt es viele Möglichkeiten, sowohl mit Fremd- als auch Selbstwahrnehmung:

  • Als erster Schritt ist eine Identifizierung der Arbeitspersönlichkeit sehr hilfreich. Es gibt zahlreiche Methoden dafür (z.B. DISG, Enneagramm, Big Five etc.). Für den Einstieg in die Thematik habe ich zwei Empfehlungen, die sich gut miteinander kombinieren lassen: Der Typentest und Svenja Hoferts spannende Entwicklung, den persönlichen Work-Life-Style – beides übrigens kostenlose Angebote. Beide geben eine erste hilfreiche Tendenz, wo eigentlich meine persönlichen Stärken liegen und bei welchen Arbeitgebern ich diese am besten einbringen kann. Zwei kräftige Tools, auch für wechselwillige Arbeitnehmer…
  • Analysieren Sie mit Hilfe eines Blicks auf Ihren Arbeitsalltag Ihre Stärken. Als Hilfe können Ihnen drei Fragen dienen:
  1. In welchen Aufgaben finde ich totale Erfüllung?
  2. In welchen Bereichen habe ich mir in kurzer Zeit viel Wissen und hohe Kompetenz angeeignet?
  3. Wo habe ich ungeahnt herausragende Leistungen erbracht?
  • Bilden Sie sich weiter! Viele entdecken im Rahmen einer Fortbildung oder eines Seminars Ihren Herzschlag für ein bestimmtes Thema oder einen Arbeitsbereich.Da, wo Sie Freude an einer herausfordernden Aufgabe finden oder rasant an Wissen zulegen, kommen Sie neuen Stärken auf die Spur.
  • Zeigen Sie im Ehrenamt, was Sie können! Bauen Sie Ihre Stärken außerberuflich aus, z.B. indem Sie die Organisation der Weihnachtsfeier in die Hand nehmen oder für die Leitung der Jugendabteilung verantwortlich zeichnen. Die daraus resultierenden Stärken (z.B. Organisationsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Motivierung) werden Sie auch im Berufsalltag einbringen können.
  • Wenn Sie aktuell Arbeit suchend sind – vereinbaren Sie ein Probearbeiten! Der Unterstützung Ihrer Integrationsfachkraft beim JobCenter oder der Agentur für Arbeit dürfen Sie sich gewiss sein. Vor allem aber machen Sie im Rahmen eines Probearbeitens einen potentiellen Arbeitgeber auf sich aufmerksam, indem Sie mit Ihren Stärken und Fähigkeiten Ihre Kompetenz unterstreichen – nicht selten mündete ein Probearbeiten in einem Arbeitsvertrag.
  • Holen Sie sich Feedback Anderer ein! So manches Mal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Dann ist es gut, sich die Rückmeldung Dritter zu holen. Fragen Sie gezielt: „Wo siehst du meine Stärken?“, „In welchen Bereichen erscheine ich dir besonders kompetent?“, „Wo können andere von mir lernen?“.

Dank Valentina Levant bin ich auf ein wunderbares Video von Eckhardt von Hirschhausen aufmerksam geworden, der das ganze als “Pinguin-Prinzip” zusammenfasst: