vivisorg / pixabay.com

„Doof! Doof, doof, doof!!!!!“ Schon fliegen die Figuren über das Spielbrett und der Spielspaß, den unsere Familie gerade noch hatte, ist vorbei…

Mein Sohn verliert nicht gerne beim Spielen – wie es vermutlich niemanden gibt, der das gerne tut.

Verlieren, scheitern, hinfallen – das tut weh.

Erst recht beruflich – Menschen, die im Job scheitern, die arbeitslos werden, sind häufig sehr gekränkte Menschen.

Das Selbstbewusstsein ist beschädigt, die Lebensfreude verletzt.

Nicht wenige ziehen sich zurück, meiden Kontakt und betrauern die Situation, manchmal mit einer gehörigen Portion Selbstmitleid.

So menschlich dieses Verhalten ist, so schädlich ist es mit Blick auf die Zukunft. Das Selbstmitleid trifft nämlich nicht immer auf Mitleid der Mitmenschen. Die Erde dreht sich weiter, das Leben schlägt neue, spannende Kapitel auf. Menschen, die mit ihrem Scheitern hadern, schlagen immer wieder das gleiche Kapitel auf. Sie versuchen, durch die fortwährende Beschäftigung mit der Situation ihr Scheitern zu verarbeiten und zu klären.

So sinnvoll Reflexion sein kann – in manchen Situationen geht es darum, aufzustehen, weiter zu gehen und das gesetzte Ziel zu erreichen.

Ein unglaublich inspirierendes Beispiel dafür ist Heather Dorniden.

2008, Big 10 Indoor Track Championship: Heather Dorniden misst sich mit drei anderen Läuferinnen im 1500m-Lauf. Knapp 600m vor dem Ziel stürzt sie – als Führende! Sie schlägt mir dem gesamten Körper auf. Die anderen drei Läuferinnen überholen sie und sind nun viele, viele Meter vor ihr. Der so sicher geglaubte Sieg… Das war’s dann wohl!

Aber Heather Dorniden steht auf. Sie läuft. Sie rennt. Sie verausgabt sich. Sie schafft das Unmögliche – und geht als Siegerin über die Ziellinie…

 

Was wäre,

…wenn sie liegen geblieben wäre?

…wenn sie sich nur mit ihren Blessuren beschäftigt hätte?

…wenn sie überlegt hätte, das Laufen aufzugeben?

 

Dann wäre Heather Dorniden nicht eine der erfolgreichsten Läuferinnen der USA geworden, die seit 2014 drei Jahre in Folge den 1. Platz beim Distanz-Rennen über eine Meile bei den nationalen Meisterschaften belegt hat.

Aus meiner eigenen Arbeitslosigkeit weiß ich zu gut, wie es sich anfühlt, am Boden zu liegen. Aber am Boden liegen bleiben ist keine Option!

 

Also:

OpenClipart-Vectors / pixabay.com

Hinfallen,

aufstehen,

Krone richten,

weitergehen!