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Es waren ein paar Konfigurationsschritte, dann war es vollbracht – alle Anforderungen wurden erfüllt und der Erfolg am Markt war absehbar. Die Rede ist von 11 Millionen Fahrzeugen, bei denen Volkswagen die Software manipuliert hat. Dadurch gaukelt das System in einem extra Prüf-Modus vor, die geltenden Schadstoffwerte einzuhalten – sobald der Stecker jedoch wieder gezogen ist, wird ein Vielfaches der zulässigen Massen an CO2 & Co. in die Luft geblasen. Der Skandal hat die Aktie fast ein Drittel ihres Werts verlieren lassen, ganz zu schweigen vom Imageverlust – das ganze Ausmaß ist noch nicht abzusehen. Mehrere Jahre ging es gut, aber jetzt bricht die Hölle über VW herein…

„Die haben halt ein bisschen geschummelt…“

 Svenja Hofert macht in ihrem engagierten Artikel sich und ihrem Ärger berechtigt Luft, dass dieser Betrug als Schummelei verniedlicht wird. Schließlich geht es hier nicht um Versehen oder Zufälle, sondern um geplante und millionenfach wiederholte bewusste Vorgänge. Spätestens seit der Affäre um den telegenen ehemaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist klar, dass auch in beruflichen Dingen kräftig hinters Licht geführt und der Arbeitgeber bewusst getäuscht wird.

 Nicht wenige halten es für ein Kavaliersdelikt, den Lebenslauf zu „frisieren“, das Zeugnis zu „tunen“ oder Phantasie-Zertifikate beizulegen. Plötzlich wird aus dem Urlaub am Ballermann ein akademischer Auslandsaufenthalt; dank Photoshop verbessert sich die Abschlussnote um Welten. Welche unangenehmen und drastischen rechtlichen Folgen solche Tricksereien haben, darüber machen sich die meisten keine Gedanken – oder wischen sie schnell beiseite.

Daher finden Sie hier Fälle aus der Praxis – zur Nachahmung ausdrücklich nicht empfohlen…

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